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ARCHE EUROPA

Mit der ARCHE EUROPA bereisen Schulklassen unterschiedlicher Länder und Kulturen die bedeutendsten Flüsse Europas und lernen, einander besser zu verstehen. Entlang der Strecke finden Lesungen, Gesprächsrunden und Stadtführungen mit bedeutenden Persönlichkeiten der jeweiligen Region statt. Im Jahr 2007 fuhr die ARCHE EUROPA auf der Donau von Passau nach Budapest. 2009 machte sich das Schiff auf den märchenhaften Wasserweg von Berlin nach Prag und bereiste Spree, Havel, Elbe und Moldau. Mit dieser Veranstaltungsreihe leistet das Deutsche Zentrum für Märchenkultur einen bedeutenden Beitrag zum Zusammenwachsen Europas.

Aus dem Logbuch der ARCHE EUROPA 2009 »Auf der Suche nach der Kindheit«

Die Arche Europa ist gestartet! Gemeinsam mit den Schirmherren Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Rudolf Jindrák, Botschafter der Tschechischen Republik, fand heute die feierliche Eröffnung statt. „Das, was Sie tun, ist ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung. Das unterstützen wir gern“, lobte Staatsminister Bernd Neumann das Engagement von Silke Fischer. „Dieses Projekt bietet die Gelegenheit, uns an das zu erinnern, was uns verbindet“, sagte Rudolf Jindrák in seiner Ansprache. Ehrengast Gunther Emmerlich stimmte die Crew musikalisch auf die Reise ein und freute sich über das Projekt: „Die Arche Europa trägt dazu bei, dass junge Menschen verschiedener Nationen sich immer mehr verbunden fühlen.“ Nach der Eröffnungsfahrt und einer Stadtrundfahrt mit „Gastreiseleiterin“ Prof. Monika Grütters, MdB, besuchten die Kinder das Olympiastadion Berlin. In der Kinder-VIP-Loge stand ihnen Jaroslav Drobny, Torwart von Hertha BSC, Rede und Antwort und stellte sich beim Elfmeterschießen für die Kinder an seinen „Arbeitsplatz“.

20. April 2009: Berlin

Eröffnung

21. April 2009: Berlin - Potsdam - Magdeburg

Sanssouci

Der Tag beginnt auf der MS Uckermark, wo beide Klassen aufeinander treffen. Dort erzählt die bekannte rbb-Moderatorin Madeleine Wehle Märchen im Zusammenhang mit Wasser. Dabei waren „Der Fischer und seine Frau“, „Der Froschkönig“ und „Die Wassernixe“, die von der Theatergruppe Max Gaudio begleitet wurde. Danach genossen wir die Landschaft entlang der Spree in Richtung Potsdam. Dort angekommen besuchten wir die neuen Kammern und den französischen Garten des Schlosses Sanssouci. Das letzte Spektakel war die nächtliche Rundführung durch den Magdeburger Dom. Geführt wurden wir von Rolf Schrader, der von unserem Projekt, der Arche Europa, sehr begeistert war. Dies war ein rundum gelungener Tag! Annekatrin und Alexandra (14)

Heute früh begaben wir uns in das Kulturhistorische Museum Magdeburg. Eingeführt wurden wir mit einer Rede von Matthias Puhle, dem Direktor des KhM Magdeburg und Wilhelm Polte, Oberbürgermeister Magdeburgs a.D., welcher uns ein Märchen von Till Eulenspiegel vorlas.
Danach fanden wir uns in mittelalterlichen Gewändern in einem Dorf wieder, wo die Vergangenheit Gegenwart ist. Uns wurden Berufe und das Leben aus dem 13. Jhd. nahe gebracht. Nach dieser spannenden Reise erzählte uns Gregor Seyffert, Balletttänzer und Choreograf auf der MS Uckermark etwas über seine Kindheit. Daraufhin führte er uns zu seiner Tanz-Compagnie im Anhaltischen Theater, wo uns ein Ausschnitt aus dem Ballett „Der kleine Prinz“ vorgetanzt wurde. Anschließend lernten wir die Grundlagen eines Ballettkünstlers kennen. Annekatrin und Alexandra (14)

22. April 2009: Magdeburg - Dessau

Magdeburg

23. April 2009: Dessau - Lutherstadt Wittenberg

Hundertwasserschule

Morgens trafen wir uns mit Pfarrer Andreas Volkmann. Dieser erzählte uns etwas aus seiner Kindheit und über die Pflichten und den Alltag eines Pfarrers. Daraufhin kam mit deutschem und tschechischen Gesang Freude an Bord. Zur Mittagszeit führte uns Martin Luther durch die Stadt Wittenberg. Dort besuchten wir auch gleich eine der bekanntesten und interessantesten Schulen namens "Hundertwasser", erbaut und benannt nach dem österreichischen Künstler. Gemeinsam mit den Schülern dieser Schule entwarfen und gestalteten wir T-Shirts mit Hundertwassermotiven, die wir anschließend in kleinen Gruppen vorführten. Abends gab es noch eine Party, wo viel getanzt und gelacht wurde. Danach waren wir alle geschafft und müde, so dass wir sofort ins Hotel fuhren und allmählich schlafen gingen. Annekatrin und Alexandra (14)

Morgens um 7 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Meißen in die Porzellanmanufaktur, wo uns Prinzessin Gisela von Sachsen schon erwartete. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe einen Knigge-Kurs bei der Prinzessin besuchte, bekam die zweite Gruppe eine Führung durch das Museum. Wir sahen, wie eine Tasse hergestellt wurde und wie Teller und Tassen bemalt wurden. Danach wechselten wir und die zweite Gruppe lernte, sich bei Tisch richtig zu benehmen. Nach diesem Erlebnis fuhren wir nach Torgau in den geschlossenen Jugendwerkhof. Dort sprachen wir mit zwei Zeitzeugen, die von ihren Erlebnissen und Gefühlen in diesem Jugendgefängnis erzählten. Daraufhin fuhren wir noch einmal auf die MS Uckermark, wo wir zu Abend aßen. Nach dem Einchecken ins Hotel spazierten wir noch zu einem Schwimmbad, wo wir uns im Wasser vergnügten.Annekatrin und Alexandra (14)

24. April 2009: Meißen - Torgau

Porzellan

25. April 2009: Meißen - Moritzburg - Dresden

Moritzburg

Morgens fuhren wir vom Hotel aus nach Meißen auf die MS Uckermark. Dort trafen wir den Liedermacher Gerhard Schöne. Er erzählte etwas über seine Kindheit und anschließend sangen wir drei Kinderlieder mit ihm zusammen. Es herrschte eine tolle Stimmung. Dann fuhren wir nach Moritzburg, wo wir das Schloss besuchten und uns den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ anschauten, der dort gedreht wurde. Daraufhin hörten wir ein Interview mit einem Schauspieler aus dem Film, der damals den Prinzen spielte: Pavel Trávnicek. Dieser wurde später mit einer Kutsche vom Schloss abgeholt, was eine riesige Attraktion war. Anschließend fuhren wir nach Dresden. Dort besuchten wir die Yenidze, wo uns mit musikalischer Unterstützung das Märchen „Die Prinzessin von Solimanien“ erzählt wurde. Annekatrin und Alexandra (14)

Das erste Event an diesem Morgen war, dass wir ein Interview mit dem Hauptdarsteller Wolfgang Stumph aus „Go, Trabi, go!“ führten. Daraufhin machten wir eine Stadtführung der besonderen Art im Trabi durch Dresden. Nach dieser Reise in die Vergangenheit ging es wieder an Bord, wo wir sechs Stunden in Richtung Bad Schandau fuhren. Währenddessen wurden wir mit einer Vorstellung der Max Gaudio Schauspielgruppe unterhalten. Sie führten das Märchen „Hänsel und Gretel“ auf. Danach genossen wir die schöne Aussicht an Bord. In Bad Schandau angekommen, begrüßte uns sogleich der Bürgermeister Andreas Eggert, der uns in eine Kirche führte. Dort erzählte er uns mit Hilfe einer Power Point Präsentation die Geschichte von Bad Schandau. Er zeigte uns Bilder vom Jahrhunderthochwasser und Bad Schandau in allen Jahreszeiten. Annekatrin und Alexandra (14)

26. April 2009: Dresden – Bad Schandau

Magdeburg

27. April 2009: Bad Schandau – Ústí nad Labem

Thomas Godoj

Einer der Höhepunkte in Deutschland fand heute Morgen statt. An Bord angekommen, traf auch schon Thomas Godoj ein. Er wurde mit heftigem Applaus begrüßt. Nach dem dritten Song war es leider auch schon vorbei, doch für Autogramme war noch Zeit, für die wir ihn bestimmt eine halbe Stunde aufhielten. Danach fuhren wir weiter nach Ústí nad Labem/Tschechien. Die Zeit vertrieben wir uns an Bord mit einem Workshop, wo wir tschechische und deutsche Lieder für den Empfang des Bürgermeisters von Ústí und des Direktors der tschechischen Schule einübten. In Ústí angekommen, begrüßten uns die johlenden tschechischen Eltern. Nachdem uns der Bürgermeister und der Direktor begrüßt hatten, fuhren wir in dessen Schule. Dort machten wir noch eine Schulführung und feierten bis in den Abend. Annekatrin und Alexandra (14)

Heute begann unser Tag in Theresienstadt. Nachdem wir uns die Stadt genauer angesehen hatten, berichtete die Zeitzeugin Dr. Dagmar Lieblová über das Leben im Ghetto. Später an Bord besuchte uns Lucie Müllerova zum Kunstworkshop. Uns wurde ein Märchen vorgelesen und dazu sollten wir ein Bild malen. Später wurden die schönsten gekürt. Danach gab es noch eine Verlosung von 3 Bildern der Illustratorin. Annekatrin und Alexandra (14)

28. April 2009: Theresienstadt

in Theresienstadt

29. April 2009: Prag

Prag

Dieser Tag begann mit einer letzten Reise auf der Arche Europa nach Prag. Trotz Regen hatten wir immer den perfekten Schutz durch unsere märchenhaften Regenschirme, die bei unserer Parade über die Karlsbrücke in Prag für viel Aufsehen sorgten.
Später im berühmten Marionettentheater „Spejbl &Hurvinek“ gab es ein Vorspiel besonderer Art. Zum krönenden Abschluss der Reise feierten wir noch im Restaurant bis spät in die Nacht. Annekatrin und Alexandra (14)